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Dienstag, 1. März 2011

Arbeitsplatz der Zukunft


Exklusiv im Report, die Studie »Unified Communication Trend 2010« (Teil 2). Die Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft bei Kommunikationslösungen.
In einer österreichweiten Studie zu Erwartungen und Investitionen in Unified Communication wurde erstmals die heimische Kommunikationslandschaft mit ihren Bedürfnissen und Hemmnissen abgebildet. Der Technologie- und Organisationsberater HMP Beratung befragte im Herbst 2010 gemeinsam mit dem Report Firmen in Österreich. Insgesamt 225 Entscheidungsträger gaben online Auskunft zum Thema Unified Communication (UC) in ihrem Unternehmen. Ebenfalls abgefragt wurden Ansichten und Pläne zum Thema »Arbeitsplatz der Zukunft«. »Darunter verstehen wir die Weiterentwicklung von Unified Communication und auch die Verschmelzung von UC mit anderen Themen. Es werden sowohl gesellschaftliche Veränderungen, technische Innovationen, Ergonomie und Architektur sowie neue Arbeitsmodelle und Themenkreise, die wir noch gar nicht kennen, den zukünftigen Arbeitsplatz maßgeblich gestalten«, erklärt Studienleiter Hellmuth Leinfellner, HMP. Um auf die Erwartungen an diesen zukünftigen Arbeitsplatz einen ersten Blick werfen zu können, wurden die grundlegenden Einstellungen am heimischen Markt dazu erhoben.
So wurde die Frage gestellt, an welche Themen beim Arbeitsplatz der Zukunft vornehmlich gedacht wird. 87 % der Befragten sehen beim Arbeitsplatz der Zukunft mobiles Arbeiten als einen immer wichtiger werdenden Anteil unseres Alltags an. 62,3 % wollen deshalb in den nächsten drei Jahren auch entsprechende Investitionen tätigen. 73 % können sich vorstellen, dass Wissensmanagement-Aktivitäten verstärkt werden. Eine Steigerung der Projekt- und Teamarbeit erwarten rund 60 %. In etwa die Hälfte glaubt, dass der Arbeitsplatz der Zukunft  eine Produktivitätssteigerung mit sich bringen wird. Nur in etwa ein Viertel der Befragten (27 %) glaubt, dass sich die Bezahlung hin zu mehr Leistungsorientierung entwickeln wird.
»In etwa zwei Drittel planen innerhalb der nächsten drei Jahre kollaborative Arbeitsformen und Technologien in ihren Unternehmen auszurollen oder zu intensivieren«, so Leinfellner. »Die Mehrheit glaubt jedoch nicht, dass neue Büroarchitektur zur Förderung der Team- und Projektarbeit ein kritischer Erfolgsfaktor für den zukünftigen Arbeitsplatz darstellt.«

Arbeitsprozesse haben Priorität
Für über 90 % der befragten Entscheider ist es auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft (eher) wichtig, die Arbeitsprozesse der Mitarbeiter untereinander (Collaboration Prozesse) als kritischen Erfolgsfaktor zu berücksichtigen. Kultur und Technologie werden mit jeweils 86 % als ausschlaggebend betrachtet. Rechtliche Veränderungen werden noch von 58 % als prägend für den Arbeitsplatz der Zukunft eingestuft. Die Bürogestaltung oder Büroarchitektur wird von weniger als der Hälfte als ein wesentlicher Bestandteil gesehen. Erwartet wird, dass ein moderner Arbeitsplatz zu einer Steigerung von Kreativität und Produktivität führen wird. In etwa gleich hoch sind die Erwartungen an eine mögliche Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.
Die Attraktivität für zukünftige Mitarbeiter und möglicherweise für High Potentials rangiert in der Erwartungshaltung an den Arbeitsplatz der Zukunft auf dem 4. Platz. Die Steigerung der Diversität wird zurzeit in Österreich noch nicht so stark mit diesem Thema assoziiert und wird mit der geringsten Erwartung bewertet.

Wissensarbeiter als neues Role-Model
»Die Annahme, dass der zukünftige Arbeitsplatz eine Steigerung von Produktivität und Kreativität als Kernelement mit sich bringen wird, bestätigt den Trend hin zum Knowledge-Worker. Die sogenannten Wissensarbeiter müssen in kurzer Zeit äußerst produktiv und kreativ sein. Um dies zu erreichen muss die Infrastruktur um den Mitarbeiter herum so gestaltet sein, dass er sich nur noch auf sein tatsächliches Kernaufgabengebiet konzentrieren kann«, schließt der HMP-Experte. Nur mit der entsprechenden Kommunikationstechnologie ausgestattet, könne ein Knowledge-Worker seine gesamte Lösungskompetenz voll ausspielen.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Auf dem Weg zum Arbeitsplatz der Zukunft

Im Herbst 2010 haben wir von HMP uns entschieden, unser Wissen zum Thema Unified Communications zu vertiefen und haben eine Online Befragung mit insgesamt 225 Entscheidungsträgern österreichweit durchgeführt. (Anmerk.: Report Artikel, 2011-01, Firmenkommunikation in Österreich). Die Eindeutigkeit des Ergebnisses hat selbst uns überrascht. Es ergab sich klar, daß Unified Communications in den österreichischen Chefetagen als im Besonderen als Möglichkeit zur Prozessverbesserung und Beschleunigung derselben gesehen wird – was jetzt per se noch keine große Überraschung ist.

Gefreut hat uns besonders, wie tiefgehend sich das Thema bereits in den Köpfen der Unternehmenschefs und Entscheider festgesetzt hat und, daß Unified Communications kurz- bis mittelfristig am Investitionsradar der österreichischen Firmen aufscheint.

Eine sehr wahrscheinliche Interpretation dieses Ergebnisses ist, daß sich bereits viele ihre Köpfe zerbrechen um eine Antwort darauf zu finden, wie man mit Kommunikation im Unternehmen umgeht. Wie man es schafft die unterschiedlichen Kommunikationsmuster von Mitarbeitern „unter einen Hut zu bringen“ – oder anders gesagt, wie baut man eine Brücke zwischen dem oft Email/SMS/Social Media lastigen Kommunikationsverhalten jüngerer und dem meist stärker auf persönlichen Kontakten aufbauenden Miteinander älterer Generationen. Jeder der mit gewisser Regelmässigkeit „redet doch bitte miteinander“ predigt, weiß wovon ich hier spreche.

Wer sich mit diesen oder ähnlichen Gedanken trägt, hat bereits die Notwendigkeit von Unified Communication für sich und sein Unternehmen erkannt und den Weg Richtung Arbeitsplatz der Zukunft eingeschlagen.

Es zeigt sich, daß weltweit – und so natürlich auch in Österreich – Unternehmen begonnen haben, neue Formen des Miteinanders einzuführen und bestehende Arbeitsweisen nachhaltig zu verändern. Ganz oben auf der Liste stehen hier z.B. zeitlich und örtlich ungebundenes Arbeiten, auch unter dem Schlagwort „mobile Working“ bekannt, aber auch Beschäftigungsverhältnisse, die sich speziell nach den Bedürfnissen von High Potentials richtigen wie Teilzeitbeschäftigungen für Manager.

Um nun Produktivität und Revenue mit sich ändernden Kommunikationsbedürfnissen und höherer Flexibilität von Mitarbeitern unter einen Hut zu bringen, braucht es gezielten Strukturwandel im Unternehmen. Wer sich dem Arbeitsplatz der Zukunft stellen möchte, wird nicht umhin kommen, den einen oder anderen Kulturwandel in Kommunikationsgewohnheiten, intern wie mit auch mit Kunden und Partnern, anzustoßen.